Was bereits „Wasserpfarrer“ Kneipp gewusst hat?

Auch dem Laien wird einleuchten, dass es kein „Universalrezept“ dafür gibt, dass wir lange leben und dabei – möglichst bis ins hohe Alter -, mobil und gesund bleiben …

Ganz im Gegenteil. Es sind viele verschiedene Faktoren, die in Sachen Anti Aging und Krankheitsvorbeugung zum Erfolg führen:

5 magische Säulen für ein gesundes Leben?

Der Berufsverband der Internisten spricht daher davon, dass ein gesundes Leben ganz entscheidend von 5 Facetten geprägt wird.
Hier popagieren die Experten vor allem eine gesunde Ernährungsweise und ausreichend Bewegung. Doch auch der Verzicht auf das Rauchen, kein übermäßiger Alkoholkonsum und der richtige Umgang mit Stress müssen laut „Internisten im Netz“ zu den ganz entscheidenden Gesundheitspfeilern gezählt werden.

Ein Wissen, das nicht unbedingt neu ist. Denn „die beste Turnübung wäre, von Zeit zu Zeit eine körperliche Arbeit zu verrichten, die nicht nur gelenkig macht, sondern auch durch Heben und Tragen die Kräfte vermehrt“, lehrte bereits Sebastian Anton Kneipp, der legendäre Heilkundige aus Stephansried, der später Bad Wörishofen als Kneipp-Kurort weltberühmt gemacht hat.

Essen wir zu viel und zu deftig?

Zudem wusste und lehrte der „Wasserpfarrer“, „dass große Abendmahlzeiten die Särge füllen“. Schaufeln wir uns also selbst, mit unseren reich gedeckten Tafeln, das Grab?
Nun, „vollwertig essen hält gesund“, propagiert auch die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ und hat 10 wichtige Ernährungs- und Trinkregeln in Sachen Gesundheit aufgestellt.

Darunter die, Zucker und Salz nur in Maßen zu verzehren und zudem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Denn „Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel“, wusste schon Kneipp, der seine „Schäflein“ zugleich zum Barfußlaufen und reichlich Bewegung an der frischen Luft animiert hat: „Schreibtischtäter“ aufgepasst!

Tatsächlich rät auch das Polit-Magazin „Stern“ seinen Lesern dazu, den Schongang zu verlassen. Denn „Sport ist für unsere Gesundheit genauso wichtig wie für unser Wohlbefinden“, glaubt hier das Autoren-Duo Katharina Kluin und Arnd Schweitzer.

Eine Ansicht, die übrigens auch das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg bestätigt. Hier gehen die Forscher nämlich davon aus, dass mehr Sport und Bewegung zu d e n Säulen einer Krebsvorbeugung gezählt werden muss: „Menschen, die sich viel bewegen, senken ihr Risiko, zumindest an einigen der häufigsten Krebsarten zu erkranken!“
Kann uns die richtige Ernährung vor Tumoren schützen?

Im Umkehrschluss scheint, mit einer ungesunden und falschen Ernährung, das Krebsrisiko zu steigen: „Zu viel und dann noch vom Falschen, womöglich noch kombiniert mit zu wenig Bewegung, dies macht nicht nur dick, sondern auch krank“, mahnt daher der Krebsinformationsdienst und sieht so, bei einer allzu üppigen Ernährung, zumindest die Wahrscheinlichkeit für Diabestes, Bluthochdruck sowie Herz-Kreislaufbeschwerden steigen.

Doch „auch das Krebsrisiko scheint mit den Ernährungsgewohnheiten und dem Körpergewicht verknüpft zu sein“, befürchten hier die Experten und raten zu einer vollwertigen, dem normalen Energieverbrauch angepassten Kost.

Vor allem gelte es, so der „Europäische Kodex gegen Krebs“, jegliches Übergewicht zu vermeiden und Alkohol, wenn überhaupt, dann nur in Maßen zu genießen. Denn: „Keinen Alkohol zu trinken, ist am besten um Krebs vorzubeugen!“

Die Sache mit dem blauen Dunst:

Natürlich muss auch das Rauchen zu den „Todsünden“ gegen ein gesundes und langes Leben gezählt werden: „Rauchen verursacht 17 Krebsarten“, titelte daher die Bild-Zeitung schon einmal mit einer erschreckenden Zahl. Zahlen und Fakten, die auch die „Lungenärzte im Netz“ noch einmal unterstreichen.

Hier gehen die Experten nämlich von zahlreichen unschönen Konsequenzen aus, die Raucher für sich und ihre Gesundheit in Kauf nehmen. Darunter allerhand bösartige Zubildungen wie Lungen- und Lippenkrebs, aber auch Mittelohr- und Lungenentzündungen bis hin zu Asthma bronchiale: „Weltweit ist der Genuss von Tabak für fünf Millionen Tote pro Jahr verantwortlich!“

Wie sagte schon Sebastian Kneipp? „Wenn die Menschen nur halb soviel Sorgfalt darauf verwenden würden, gesund zu bleiben, als sie heute darauf verwenden, um krank zu werden … die Hälfte der Krankheiten blieben ihnen erspart!“

Eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung könnte nach Ansicht der Experten viele gesundheitliche Beschwerden und auch manch` Krebsdiagnose verhindern!


Foto: Peter Hoffmann

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