Warum barfuß laufen so gesund ist!?

Vielen von uns dürfte Sebastian Anton Kneipp vor allem als „Wasserpfarrer“ bekannt sein. Doch der heilkundige Priester aus Bad Wörishofen beschäftigte sich auch mit Heilkräutern und einer gesunden Ernährung. Zudem war der bayerische Hydrotherapeut ein begeisterter Barfußfan und soll, vor allem für Kinder, „unten ohne“ als gute Gesundheitsvorsorge propagiert haben:

„Man kann das Barfussgehen recht gut ein Zugpflaster nennen, das alle schlechten Stoffe in die Füsse zieht und von da ausleitet“, lehrte Kneipp seine „Schäfchen“. Und auch der Focus hat unter dem Motto „Gesund leben“ schon einmal bestätigt: „Barfußlaufen ist eine Wohltat für die Füße – und gesund obendrein!“

Auch bekannte Polit-Magazine zeigen sich begeistert:

Ja, Barfußlaufen sei Doping für die Füße, ergänzt (http://www.welt.de/gesundheit/article126778690/Barfusslaufen-ist-Doping-fuer-die-Fuesse.html) die Welt und verweist auf die moderne Medizin, die Kneipps Ansichten wiederentdeckt hat. Barfußlaufen rege die Fußreflexzonen und damit den gesamten Organismus an, zitiert man hier Experten wie Patrik Reize, den Ärztlichen Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Klinikum Stuttgart. Zudem werde der Blutdruck reguliert.

Es gibt also viele Gründe, die dafür sprechen, einmal „unten ohne“ zu trainieren oder unterwegs zu sein!

Barfußlaufen bewegt:

Dass das Thema bewegt und heute auch sexy und „in“ ist, zeigen zudem die vielen Portale, auf denen die nackten Tatsachen diskutiert werden. Hier (http://www.barfuss-trend.de/gesundheit.htm) wird Barfußlaufen als Naturarznei propagiert und / oder auf die Frühgeschichte der Menschheit verwiesen. Zu Zeiten, in denen Schuhe noch gänzlich unbekannt waren. Denn „als Menschen sind wir als Barfußgänger geboren“, argumentieren (http://www.bauernhof-barfussgarten.de/page3.php) . die Macher vom Barfuss-Erlebnispark, und „kein Schuhprofil kann mit der Griffigkeit unserer Zehen im Gelände mithalten.“

Selbst ganze Bücher befassen sich heute mit dieser Thematik: Barfuß über eine Wiese oder durch warmen Sand zu laufen, das sei doch ein schönes Gefühl, heißt es in „Barfuß zu mehr Gesundheit und Lebensfreude“, wo von Katja Kulin, ganz in Kneipps Sinne, die Lust dazu, die Schuhe einmal auszuziehen, geschürt wird:

Ohne Strümpfe, ohne Schuh`:

„Schuhe aus“, ruft (http://www.stern.de/gesundheit/barfusslaufen-schuhe-aus-566524.html) auch der Stern all jenen zu, die ihre Treter schon viel zu lange mit unbequemen High-Heels oder muffigen Turnschuhen gequält haben. Tatsächlich nämlich können zu enge oder zu hohe Schuhe unsere Füße nachhaltig ruinieren.

Das gilt auch für viele der so beliebten Sommer-Trends mit Zehentrenner. Denn hier fehlt den Füßen jegliche Stütze und jeder Halt. In Folge dessen müssen die Zehen Schwerstarbeit leisten, versuchen, sich an dem wackligen Schuh und dessen Sohle festzukrallen. Dadurch werden die Muskeln, Sehnen und Bänder überstrapaziert … ganz anders als beim Barfußlaufen, wo wir viel bewusster auftreten und unser Fußgewölbe mit seiner Muskulatur auf gesunde Art und Weise gefördert und gestärkt wird!

Balsam für das Herz-Kreislauf-System:

Obendrein werden beim Barfußlaufen das Immunsystem angekurbelt und Herz und Kreislauf gekräftigt. Zudem werden die nackten Füße, mit denen wir durch den Sand oder durchs taufeuchte Gras tollen, besser durchblutet.

Freilich sollten alle, die barfuß trainieren, ihren Tetanus-Schutz aktuell halten.

Zudem gibt es bestimmte Erkrankungen, wie Diabetes, bei denen Barfußlaufen kontraproduktiv sein kann; eine Rücksprache mit dem Arzt kann also nicht schaden!

Auch im Herbst und Winter, wenn die Zeit für Beach-Volleyball und andere barfüßige Outdoor-Aktivitäten vorbei ist, kann barfuß trainiert werden …

 

… etwa Kampfsport oder Yoga, wo nackte Füße ganz normal sind.

Fotos: Peter Hoffmann

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