Von Hüttengaudi bis Knochenbruch: Die Skigebiete rüsten sich für die Saison!

Zum Skifahren allein reist heute kaum ein Tourist mehr in die Berge. Vielmehr geht es hier auch um Party, Spaß und Action, so dass viele Urlaubsgebiete ohne ihre Hüttengaudi im Wettbewerb mit den Nachbartälern kaum eine Chance hätten …

Zumal heute, wo auch in Skidestinationen, die früher noch als schneesicher galten, die Hänge immer häufiger grün bleiben:

Auf den Pisten lässt sich`s gut flirten!

Der Klimawandel hat eben nicht nur die Südseeparadiese, sondern auch die Mittelgebirge und Berge fest in seinem Griff. Hier muss man den Kunden damit was bieten, zumindest dann, wenn Ski und Rodeln angesichts einer dünnen Schneedecke eher suboptimal sind.

Après-Ski heißt daher vielerorts die Devise, wobei die zünftige Skihüttenparty, wie auch die Piste, zum Flirten und Anbandeln nahezu ideal ist:

Die „Kronen Zeitung“ hat (http://www.krone.at/Reisen-Urlaub/Die_besten_Flirt-Tipps_fuer_den_Skiurlaub-Pisten-Romanze-Story-60770) daher „die besten Flirt-Tipps für den Skiurlaub“ zusammengestellt und macht damit Lust auf eine Pisten-Romanze. Ein Anliegen, das offensichtlich durchaus populär ist.

Schließlich ergab eine Umfrage von weg.de, dass (http://www.weg.de/ueber-wegde/presse/pressemitteilungen/die-intimen-gestaendnisse-deutscher-urlauber) gerade der Urlaub von vielen Deutschen regelmäßig für Zweisamkeit und erotische Fantasien genutzt wird. Gerne und häufig mit dem eigenen Partner, wobei sich, so die Auskunft des Online-Reiseportals, knapp 15 Prozent der Befragten aber auch mal mit einer lokalen Zufallsbekanntschaft auf heißen Sex einlassen: „Immerhin rund acht Prozent wagten zudem schon einmal ein Schäferstündchen mit Flugbegleitern oder einem Piloten bzw. einer Pilotin!“

Kein Alkohol auf der Piste!

Der Urlaub scheint damit der Libido durchaus förderlich zu sein. Und das Hochprozentige untrennbar mit der Hüttengaudi verwoben.

Doch Obacht: Denn nicht nur die „Zeit“ berichtet (http://www.zeit.de/2008/02/Interview-Alpinpolizei) von Pistenkontrollen und Skiunfällen, die auf einen zu tiefen Blick ins Schnapsglas zurückgehen. Daher fordert (http://www.kenn-dein-limit.de/aktuelles/null-promille-auf-der-piste-und-zum-aprs-ski-ins-tal/) auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Null Promille auf der Piste. Und das auch beim bzw. nach dem Après-Ski. Und zwar bis ins Tal: „Trinken Sie während des Skilaufens keinen Alkohol!“

Wer betrunken oder auch nur angetrunken auf Pisten und Loipen unterwegs ist, riskiere die eigene Gesundheit und die anderer Menschen.

Hier fürchten die Experten eine verzögerte Reaktion und ein vermindertes Sehvermögen, das jedoch – fatalerweise -, mit einer alkoholbedingten Selbstüberschätzung Hand in Hand geht.

Zudem macht Alkohol müde und schläfrig: „Auf der Skipiste sollten Sie jedoch immer hellwach sein, um Unfälle zu vermeiden!“

Tatsächlich muss allein die Bergwacht Bayern Jahr für Jahr etwa 100 Rettungseinsätze absolvieren, von denen etliche auch auf einen vermeidbaren Leichtsinn wie Skifahren abseits von Pisten zurückgehen.

Denn für viele Menschen sind die Alpen heute eine gigantische „Spielwiese“. Ein Run auf und in die Berge, der auch dem Biotop selbst nicht gerade gut tut:

Sind die Alpen noch zu retten?

Daher sieht (http://www.bund-naturschutz.de/themen/alpen/gefaehrdung.html) der „BUND Naturschutz in Bayern“ die Alpen sogar in ernster Gefahr. Bedingt durch das ökonomische Diktat und einen Wettbewerb mit anderen Skigebieten gerate der Alpenschutz in vielen Tälern immer weiter in Vergessenheit.

Tatsächlich sprechen die Experten hier sogar bereits von einer Überlastung der Alpen: „Verbunden mit den Auswirkungen der Klimaerwärmung führt dies zu einer besonderen Gefahrenlage auch für die Menschen in den Alpen!“

huettengaudi

Bildquelle: © Mikkel Bigandt – Fotolia.com

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