Von fetten Hunden und übergewichtigen Menschen, die beide ein dickes Problem haben

Unlängst erlebten wir bei „Achtung Kontrolle“, wie Jürgen Schmidt, ein deutscher Feuerwehrmann und Rettungsassistent, der heute im amerikanischen Cape Coral Dienst tut, einen schwergewichtigen Patienten zurück in seinen Rollstuhl gehievt hat …

Damit spricht (http://www.kabeleins.de/tv/achtung-kontrolle/videos/noteinsatz-in-florida-clip) Kabeleins ein Problem an, das im Land der unbegrenzten Möglichkeiten allenthalben sehr präsent ist. Denn hier sind nicht nur übergewichtige Kinder ein Problem. Vielmehr geht Süddeutsche.de davon aus (http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/uebergewicht-im-jahr-fast-die-haelfte-der-amerikaner-wird-fettleibig-sein-1.1353465), dass spätestens 2030 über 40 Prozent der US-Amerikaner unter ihrer Fettleibigkeit leiden:

Allzu dick ist ungesund!

Das Handelsblatt sieht (http://www.handelsblatt.com/technologie/das-technologie-update/healthcare/fettleibigkeit-in-usa-die-supermacht-im-kampf-gegen-die-pfunde/10756662.html) die Supermacht daher in einem verbissenen Abwehrkampf gegen seine überflüssigen Pfunde und hat hier, im Übergewicht der Bevölkerung, ein im wahrsten Wortsinn dickes Problem entdeckt.

Denn jeder von uns weiß, dass allzu viele Fettpölsterchen und Rundungen mit derben gesundheitlichen Problemen verknüpft sind. Unter anderem leiden heute bereits fettleibige Kinder an Typ-2-Diabetes, die früher in jungen Jahren gänzlich unbekannt war und daher schlicht „Altersdiabetes“ genannt wurde.

Auch Gallensteine und Bluthochdruck treten heute immer früher auf; zudem müssen wir einsehen, dass ein Übergewicht meist auch mit Kurzatmigkeit, Herz-Kreislaufbeschwerden sowie Gelenkproblemen und Problemen beim Fettstoffwechsel verknüpft ist:

Ach` du dicker Hund!

Kein Problem, das allein auf den menschlichen Organismus beschränkt bleibt. Denn tatsächlich scheinen wir in den Industrienationen heute auch unsere Haustiere fett und damit krank zu mästen, so dass „Focus Online“ bereits 2012 (http://www.focus.de/panorama/vermischtes/fette-haustiere-haelfte-der-tiere-in-usa-uebergewichtig_aid_722559.html) die Hälfte aller Haustiere in den Saaten als übergewichtig deklariert hat.

Dabei scheinen sich, wie die „Welt“ argwöhnt (http://www.welt.de/gesundheit/article8311703/Dicke-Herrchen-halten-sich-dicke-Hunde.html), gerade dicke Besitzer auch fettleibige Hunde zu halten und ist das Übergewicht vieler Haustiere längst auch in Deutschland ein Riesenproblem.

So geht die „Aktion Tier“ in Berlin davon aus, dass auch hierzulande etwa ein Drittel aller Vierbeiner an Adipositas leiden, sprich: schlichtweg zu rund und zu dick ist.

Tatsächlich scheinen viele Tierhalter den Spruch, dass Liebe durch den Magen geht, allzu wörtlich zu nehmen. Das jedenfalls befürchtet Diplom-Biologin Ursula Bauer, die schon manch` „Presswurst auf vier Beinen“ entdeckt hat: „Vor allem mit kalorienreichen Häppchen, Tiersnacks und Essensresten werden viele Hunde regelrecht gemästet“, weiß die Expertin.

So muss nach Auskunft der „Aktion Tier“ (http://www.aktiontier.org/index.php?m=2) die Fettleibigkeit zu den verbreitetsten ernährungsbedingten Krankheiten unserer Hunde gezählt werden. Denn auch schlanke Rassen werden schnell fett und rund – zumal dann, wenn ein übermäßiger Kalorienkonsum mit viel zu wenig Bewegung verknüpft ist.

Dabei macht, Bauer zu Folge, Fettleibigkeit auch Tiere niemals glücklich und zufrieden, sondern schlichtweg krank: „Wie stark übergewichtige Menschen, leiden auch dicke Tiere zum Beispiel an Gelenk- und Bandscheibenproblemen, Atembeschwerden, Blähungen, Herz- und Lebererkrankungen sowie an Diabetes“, warnt die „Aktion Tier“ und sieht hier einen Teufelskreis, da Übergewicht zudem träge und faul macht.

Da fällt dann jeder Spaziergang und erst recht der beherzte Sprung über den nächsten Wassergraben schwer, so sich in den Staaten – man will es kaum glauben -, bereits spezielle Bootcamps (http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/usa-dicke-haustiere-specken-in-fitnessstudios-ab-35f92-51ca-18-1752489.html) und Fitnessstudios für übergewichtige Hunde etabliert haben.

Eine Entwicklung, mit der sich RTL zu Folge viel Geld verdienen lässt. Geld, das sich die Halter, durch Maßhalten beim Füttern und ausreichend Bewegung, in den meisten Fällen sparen könnten!

 

 

Wer auch bei Wind und Wetter draußen unterwegs ist, läuft weniger Gefahr, dick und rund zu werden!

 

 

Bildmaterial: © Peter Hoffmann

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