Tatort Darm: Was wir für unser längstes Organ tun können!?

Unser Darm ist ein Organ, das rund acht Meter (!) lang ist. Ein Organ mit einer gewaltigen Oberfläche von gut 400 Quadratmetern, das der Verdauung dient, aber auch Hormone und andere Botenstoffe synthetisiert …

Hier, im Darm, werden zudem wichtige Zellen des Immunsystems ausgebildet, so dass ein kranker Darm für den gesamten Organismus zu einem Problem wird.

Wenn das schlauchartige Gebilde mal krank wird?

Typische Krankheiten des Darms sind Durchfall oder Verstopfungen. Auch das Reizdarmsyndrom, kurz RDS genannt, kann den Betroffenen stark zusetzen und muss heute zu den häufigsten Darmerkrankungen in Deutschland gezählt werden.

Eine Problematik, die oftmals nicht allein auf den Darm begrenzt bleibt. Denn „oft sind Reizdarm und Reizmagen nicht voneinander zu trennen“, erklärt (http://www.tk.de/tk/broschueren-und-mehr/patienteninformationen/reizdarm/406646) die Techniker Krankenkasse und geht davon aus, dass 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung an dieser Symptomatik leiden!

Dabei kommt es zu anhaltenden oder sich ständig wiederholenden Blähungen und anderen Bauchschmerzen, wobei Durchfall und Verstopfungen miteinander abwechseln. Als mögliche Ursache gelten bakterielle Infektionen und eine gestörte Darmperistaltik, wobei die Krankheit von Experten als äußerst belastend, nicht jedoch als wirklich gefährlich eingestuft wird:

Dem Darmkrebs den Kampf ansagen!

Das ist bei Geschwüren und Tumoren natürlich völlig anders, und tatsächlich muss der Darmkrebs, – zusammen mit Brust- und Prostatakrebs -, in Deutschland zu den häufigsten Krebsarten gezählt werden.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum registrierte (http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/darmkrebs/index.php) allein 2010 rund 33.800 Darmkrebsfälle bei Männern und 28.600 Neudiagnosen bei Frauen und glaubt, dass neben dem Rauchen, auch Übergewicht zu den gefährlichen Risikofaktoren gezählt werden muss: „Achten mehr Menschen auf einen gesünderen Lebensstil, dann sinkt insgesamt die Zahl der Darmkrebserkrankungen“, geht man hier davon aus, dass es jede und jeder von uns auch selbst in der Hand hat.

Die meisten Fachleute, aber auch die Felix Burda Stiftung, plädieren (http://www.felix-burda-stiftung.de/portal/index.php) zudem für die Früherkennung, da so die Überlebenschancen, im Fall der Fälle, drastisch erhöht werden. Auch der so genannte „Darmkrebsmonat März“ soll das Bewusstsein in der Bevölkerung schärfen. Denn ein Tumor im Dick- oder Enddarm wachse nicht von heute auf morgen, erklärt der Krebsinformationsdienst: „Betroffene spüren meist lange nichts davon!“

Hier (http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/darmkrebs/frueherkennung.php#inhalt10) empfiehlt man eine prophylaktische Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr, die seit 2002 von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Denn „der überwiegende Teil des Dickdarms ist mit einer Tastuntersuchung nicht erreichbar.“

Wer sich dann auch noch gesund, sprich ballaststoffreich, ernährt und möglichst wenig rotes Fleisch isst, hat bereits viel für (s) einen gesunden Darm getan.

Auch der Genuss von Obst und Gemüse soll das Darmkrebsrisiko senken. Hier spricht (http://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/pektine_aid_5485.html) das bekannte Fitness-Magazin „fit FOR FUN“ vor allem Äpfeln eine zentrale Rolle zu. Schließlich weiß es ja bereits der Volksmund: „Ein Apfel pro Tag, mit dem Doktor kein Plag!“

Im Saarland gibt es zum Beispiel anlässlich des Darmkrebsmonats und in Sachen Früherkennung zahlreiche Aktionen!

Foto: Peter Hoffmann

Comments are closed.