Suchtgefahr bei Anwendung von Nasenspray

NasensprayLiegt eine Erkältung vor, besonders ein Schnupfen, nehmen viele Nasenspray, damit die Nase frei wird und und auch das Atmen leichter geht.

Dagegen ist auch nichts einzuwenden, denn durch eine zugeschwollene Nasenschleimhaut kann es zu einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) kommen. Doch immer mehr Menschen kommen dann nach dem Schnupfen von dem Nasenspray nicht mehr weg.

Beim Nasenspray unterscheidet man zwischen zwei Arten. Einmal gibt es die abschwellenden Inhaltsstoffe. Diese bewirken ein Zusammenziehen der Gefäße in der Nase und dadurch geht die Schwellung der Nasenschleimhaut zurück. Dann gibt es noch die pflegenden Inhaltsstoffe wie Meerwasser und Dexpanthenol. Dadurch bekommt die gereizte Schleimhaut Feuchtigkeit. In dem Nasenspray Nasic sind beide Komponenten vorhanden. Generell kann man sagen, dass die Verwendung beider Komponenten die Genesung fördern.

Wie sollte Nasenspray angewendet werden ?

Eine heilende Wirkung von abschwellenden Nasensprays ist nur für eine gewisse Zeit vorhanden. Wendet man das Spray durchgehend an, dann tritt nach mehr als fünf Tagen eine Gewöhnung ein, das heißt die Nase gewöhnt sich an diese Inhaltsstoffe und kommt ohne diese Stoffe nicht mehr aus. Die Nase reagiert dann ohne diese Stoffe mit einer starken Schwellung der Nasenschleimhaut. Also benutzt man das Spray erneut. So gerät man schnell in eine Abhängigkeit. Denn der Übergang zwischen einem leichterem Atmen und einer süchtig machende Angewohnheit geht sehr schnell.

Wie kann man sich vom Nasenspray entwöhnen ?

Eine ständige Anwendung von Nasenspray kann zu chronisch geschwollenen Schleimhäuten führen. Auch können vermehrt Nasenbluten und auch Riechstörungen auftreten.

Doch sollte man keine radikale Entwöhnung durchführen, ratsamer ist eine langsame Entwöhnung. Ein gutes Mittel ist, wenn man die Konzentration des Sprays nach und nach mit Wasser verdünnt.

Sanfte Alternativen

Es gibt auch andere Möglichkeiten, um eine Abschwellung der Nasenschleimhaut zu erreichen.

1. Die Nasendusche

Hier wird mit einer salzhaltigen Flüssigkeit der festsitzende Schleim aus der Nase gespült. Doch nicht nur das, denn man spült gleichzeitig auch viele Krankheitserreger aus der Nase.

2. Inhalieren

Ein Dampfbad mit Kamille löst den Schleim schonend. Der Dampf befeuchtet die Nasenschleimhaut und löst den Schleim, die Kamille wirkt entzündungshemmend.

3. Nasencreme

Hier macht sich eine Nasencreme mit den Inhaltsstoffen von ätherischen Ölen oder Eukalyptus gut. Diese beiden Stoffe lösen sanft die Verstopfungen in der Nase.

Wie schon gesagt, ist die Nasenspraysucht eine weit verbreitete Krankheit. Meistens nehmen jedoch Mitmenschen diese Sucht gar nicht wahr. Denn wer stört sich schon daran, wenn jemand Nasentropfen in der Tasche bei sich hat. Das ist ja eigentlich nicht bedenklich und auch nicht auffällig. Doch das täuscht. Nimmt man dem Betroffenem die Nasentropfen weg, wird seine Reaktion zeigen, wie wichtig ihm diese sind.

Laut einer Studie sind 30 % der Bevölkerung „Nasenspray“ süchtig.

Bildquellenangabe: Andreas Morlok  / pixelio.de

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