Stress geht uns alle an!

Heute sind bereits die Jüngsten im Stress. Tatsächlich scheint der Spannungskopfschmerz bereits unseren Kindern durchaus vertraut zu sein. So geht  das Fach-Portal familie.de davon aus, dass gerade vielbeschäftigte Kids, die neben der Schule auch noch eifrig Sport treiben und zudem ein Instrument lernen, von ihrer Terminflut oftmals gestresst sind …

Damit wird bereits klar, dass auch ein zu hektisches Freizeitverhalten mit Stress verknüpft ist. Das gilt für Erwachsene wie auch Kinder, vor allem dann, wenn nur noch von einem Termin zum nächsten gerast wird!

Dass viele Deutsche permanent „unter Strom stehen“ ist 2013 auch von der Techniker Krankenkasse thematisiert worden: „Fast sechs von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig – jeder Fünfte steht sogar unter Dauerdruck!“

Haben wir unsere Lockerheit verloren?

Das jedenfalls ergab  eine so genannte Stress-Studie, die man unter den vielsagenden Titel „Bleib locker Deutschland!“ gestellt hatte.

Der zu Folge fühlen sich viele Deutsche überarbeitet oder gar schon ausgebrannt, was freilich häufig auch mit den eigenen Anforderungen an sich selbst und den angestrebten Karrierezielen zu tun hat. Denn nicht immer können, wie Dr. Jens Baas, Vorsitzender des TK-Vorstands erklärt, äußere Faktoren für den Stress im Berufsleben verantwortlich gemacht werden.

Dennoch sehen sieben von zehn Berufstätigen ihren Stresspegel im Berufsleben steigen. Teils auch, wie ihnen die finanzielle Anerkennung für das Geleistete verwehrt bleibt.

Tatsächlich hat Stress auch eine soziale Komponente. So wundert es wenig, dass gerade Alleinerziehende oftmals besonders gestresst sind. Ohnehin bemängelt die Studie, das haute oftmals der private Ausgleich zum Stress im Beruf fehlt: „Es ist die Work-Life-Balance, die insgesamt stimmen muss!“

Öfter mal abschalten?

Leichter gesagt, als getan, zumal viele Berufstätige heute auch nach Feierabend noch von dienstlichen Mails erreicht werden. CDU-Politikerin Ursula von der Leyen hatte daher bereits in ihrer Zeit als Arbeitsministerin der ständigen Erreichbarkeit der Arbeitnehmer den Kampf angesagt und damit zu einem kritischeren Umgang mit Dienst-Handys und Firmenanrufen nach Feierabend gemahnt.

Eine Forderung, die bei den Gewerkschaften naturgegeben „offene Türen“ eingerannt hat. Denn viele Arbeitnehmer würden selbst im Urlaub durch Mails und Telefonate gestört, beklagt der DGB und geht  daher davon aus, dass unsere moderne Informationsgesellschaft den heutigen Arbeitnehmern ein deutlich höheres Stresslevel als unseren Eltern und Großeltern beschert: „15 Prozent müssen sogar außerhalb der Arbeitszeiten von unterwegs oder zuhause Aufgaben für ihren Betrieb erledigen.“

Daher sollten, so die Gewerkschafter, dienstliche mobile Geräte so oft wie möglich ausgestellt und unmissverständlich auf die Freizeit (die der Familie und der eigenen Erholung dient) gepocht werden: „Lassen Sie Ihren Arbeitgeber nicht beliebig über Ihre Zeit verfügen!“

Wenn Stress krank macht:

Denn zu viel Stress wird unserem Organismus auf die Dauer alles andere als gut tun. So bestätigt oben genannte TK-Studie, dass sich nur noch sieben Prozent der stark Gestressten sehr gut fühlen. Bei jenen, die nie oder selten Stress empfinden, sind das dagegen immer noch 24 Prozent.

Das „Heer“ der Gestressten klage dagegen über Schlafstörungen, Kopfschmerzen und eine zunehmende Gereiztheit.

Belegt ist, wie die TK ausführt, auch der Zusammenhang mit psychischen Problemen: „Gestresste Menschen haben gegenüber Entspannten ein fast viermal so hohes Risiko für seelische Beschwerden“, erklären hier die Experten.

Die Zunahme psychischer Beschwerden wie Burn-out oder Depressionen dürfte also auch mit unserem Lebenswandel und dem zunehmenden Stresspegel zu tun zu haben …

Wer und was hilft gegen Stress?

Daher hat das Portal netdoktor.at verschiedene Tipps gegen den Stress zusammen getragen  und auch dem Freizeitstress den Kampf angesagt: „Der sportliche Ausgleich wird nicht selten zu einem Wettkampf und Theater, Kino oder Konzertbesuche werden zwanghaft zwischen gesellschaftliche Events gezwängt!“

Wir sollten in unserer Freizeit also entspannen, das tun, was uns wirklich Freude macht und müssen nicht überall dabei sein. Denn wer nur von einem Termin zum nächsten hetzt, jedes Freizeitvergnügen „mitnimmt“, wird alsbald auch von der Freizeit selbst gestresst sein.

Die Techniker Krankenkasse empfiehlt  zudem autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Meditation, da so meist mehr innere Ruhe und Gelassenheit erreicht wird.

Natürlich muss zudem, wie die BARMER GEK anmerkt , die Belastung reduziert werden. Hier plädieren die Experten für einen geordneten Zeit- und Tages(ablauf)plan, der erst gar keine Hektik aufkommen lässt.

Zudem gelte es, auch mal los zu lassen und zu delegieren, was auch manchen Chefs sichtlich schwer fällt: „Suchen Sie soziale Unterstützung durch die Delegation von Aufgaben an Kollegen oder durch Teamarbeit!“

Denn zu viel Stress ist auf de Dauer niemand gewachsen.

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