Krebs macht uns Deutschen nach wie vor eine höllische Angst!

Krebs macht uns Deutschen nach wie vor eine höllische Angst!

Krebs … kaum ein Wort und eine Diagnose lösen derartige Urängste bei uns aus, obwohl die Prognosen bei vielen Tumorerkrankungen heute gut sind:

Dennoch ist und bleibt Krebs d i e Erkrankung, die uns Deutschen nach wie vor die meiste Angst macht. Das jedenfalls ergab eine Studie der DAK Gesundheit, die den Angstmachern der Bevölkerung auf den Grund ging.

Der zu Folge rangiert die Angst, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen, bereits relativ abgeschlagen auf Platz 4 und 5, wohingegen auch die Furcht vor Alzheimer und Demenz groß ist

Vor welchen Krankheiten fürchten wir Deutschen uns am meisten?

Viellicht ist es also das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, das vielen so zusetzt und Krebs sowie ein Nachlassen der geistigen Fähigkeiten auf die vordersten Ränge der angsteinflößenden Erkrankungen katapultiert hat!?

Dabei bleiben Tumore jedoch d e r Angstmacher schlechthin. Denn laut der DAK-Studie fürchten sich mehr als Zweidrittel der Deutschen vor einer Krebserkrankung und ist die Sorge gerade bei den 30- bis 44 –Jährigen mit 76 Prozent schier übermächtig.

Tatsächlich findet sich hier ja auch jene Altersgruppe, die sich erstmalig mit den angebotenen Krebsvorsorgeuntersuchungen konfrontiert sieht. So empfiehlt die „Deutsche Krebshilfe“ bei Frauen bereits mit 20 Jahren (!) eine regelmäßige Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane.

Vorsorge ist das halbe Leben:

Ab dem 30. Lebensjahr sollte dann durch eine zusätzliche Tastuntersuchung der Brust vorgebeugt werden.

Bei Männern wird dagegen erst ab einem Alter von 45 zu einer Tastuntersuchung der Prostata sowie einer Inspektion des äußeren Genitals geraten. Doch ganz gleich ob männlich oder weiblich: „Je früher der Tumor erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen!“

Dies gilt laut krebshilfe.de insbesondere für Krebserkrankungen der Haut, der Brust, des Darms, des Gebärmutterhalses sowie der Prostata.

Viele Deutsche nach wie vor nachlässig!

Dennoch, trotz unserer offensichtlichen Angst vor Tumoren, werden nach wie vor viele der angebotenen Maßnahmen „geschwänzt“. So beklagt die DAK Gesundheit, dass gerade in oben genannter Altersgruppe fast jeder und jede Zweite eben nicht zur Vorsorgeuntersuchung und zum Arzt geht!

Mit Folgen, die oftmals fatal sind. Denn auch das „Deutsche Krebsforschungszentrum“ räumt der Krebsfrüherkennung einen hohen Stellenwert ein. Gerade bei Hautkrebs, wo Veränderungen oftmals von den mündigen Patienten selbst, spätestens jedoch beim Gang zum Hautarzt entdeckt werden. Und „früh erkannt, lassen sich auffällige Veränderungen der Haut in der Regel gut behandeln!“

Direkt nach Krebs rangiert dann mit 49 Prozent die Angst vor Alzheimer und Demenz, und auch eine schwere Virus-Epidemie, wie zum Beispiel Ebola, lässt 32 Prozent der Befragten gruseln.

Dennoch bleibt es eine traurige Tatsache, dass gerade Männer Vorsorgemuffel sind und die Möglichkeiten der Krebsvorsorge oftmals schlichtweg ignorieren. Ja, Männer gingen lieber kaputt als zum Arzt, unkte daher die „Bild-Zeitung“, und auch das „Deutsche Ärzteblatt“ zeigt sich besorgt. Zumal Männer auch ungesunder leben und mehr trinken.

Dabei kann sich nach Auskunft des „Krebsinformationsdienstes“ auch der Genuss von Wein, Bier und Spirituosen negativ auf das Krebsrisiko auswirken!

Männer sollten also mehr für sich und ihre Gesundheit tun. Denn während 69 Prozent der Frauen das kostenlose Angebot zur Krebsfrüherkennung nutzen, sind es bei den Männern nur 45 Prozent. Dabei stirbt, wie Dieter Carius von der DAK-Gesundheit erklärt, jeder vierte Deutsche an Krebs: „Es ist und bleibt daher eine große Herausforderung für alle Beteiligten im Gesundheitssystem, die Teilnahme an der Krebsvorsorge zu steigern!“

Denn derzeit scheinen sich viele Jungs und Männer eher um den Zustand ihres Autos zu sorgen, als um die eigene Gesundheit zu kümmern. Ein Ausschlagen von Möglichkeiten und Chancen, das womöglich mit dem eigenen Leben bezahlt wird.

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Bildquelle: © zwieback2003 – Fotolia.com

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