Heilpflanzen als Naturmedizin

HeilpflanzenHeilpflanzen

Schon seit vielen Jahrhunderten wird auf die Heilkraft von Pflanzen vertraut. Der Einsatz von Pflanzen ist eine Naturmedizin, die wirklich hilft.

1. Arnika

Arnika wird besonders bei Verletzungen, wie Schürfwunden, Prellungen und Verstauchungen, angewendet. Arnika beschleunigt die Heilung.

Arnikatinktur gibt es in der Apotheke. Die Tinktur 1:10 mit lauwarmen Wasser verdünnen. Dann ein Baumwolltuch darin tränken, welches dann auf die schmerzende Stelle gelegt wird.

2. Pfefferminze

Pfefferminze wirkt lindernd bei Spannungskopfschmerzen. Sehr gut ist das ätherisches Öl. Dieses Öl sollte mit etwas Wasser verdünnt und dann in die Schläfen einmassiert werden. Dadurch wird die Haut gekühlt und die gereizten Nerven beruhigt.

3. Buchweizen

Buchweizen findet Anwendung bei Gefäßerkrankungen, denn die Inhaltsstoffe des Buchweizens wirken sich auf die Elastizität der Gefäße positiv aus. Dadurch wird eine Verbesserung der Durchblutung erzielt.

Es sollten zwei bis drei Tassen Buchweizentee pro Tag getrunken werden. Dafür wird ein Esslöffel Buchweizenkraut mit heißem Wasser übergossen. Nach 15 Minuten wird der Aufguss durch ein Sieb gegossen.

4. Passionsblume

Die Passionsblume wird bei Schlafstörungen angewendet. Eine Tasse Passionsblumentee sollte man ungefähr eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen trinken. Es ermöglicht einem ein leichteres Ein- und Durchschlafen.

Man übergießt dafür 1 Teelöffel Blätter mit kochendem Wasser und lässt das ganze 10 Minuten ziehen, danach abgießen.

5. Efeu

Bei Bronchitis wirkt ein Extrakt aus Efeu sich positiv aus. Es löst festsitzenden Schleim. Man findet diesen Wirkstoff in einer starken Dosierung in Hustensaft, Brausetabletten, Tropfen oder auch Dragees. In der Apotheke gibt es das Präparat Sinuc, welches diesen Wirkstoff enthält.

6. Rosskastanie

Die Inhaltsstoffe der Rosskastanie wirken Durchblutungsfördernd in den Beinen. Schwere und geschwollene Beine schwellen durch den Inhaltsstoff der Rosskastanie ab.

Ein Badezusatz lässt sich herstellen, in dem man 1 Kilogramm Kastanien mit 3 Liter Wasser aufkocht. Das Ganze lässt man dann 10 Minuten ziehen, seiht es dann ab und gibt den Sud dann ins Badewasser.

7. Kapuzunerkresse

Außer den Stängel ist die ganze Pflanze essbar. Die Kapuzinerkresse enthält Senföle, dadurch schmeckt sie auch leicht scharf. Kapuzinerkresse bekämpft wie Antibiotika Bakterien und hilft demzufolge bei vielen Infektionen.

So kann man bei Entzündungen einige Blüten oder Blätter essen. Diese kann man als Salatgarnitur essen.

8. Fenchel

Die ätherischen Öle im Fenchel helfen bei Blähungen und Darmbeschwerden.

1 Esslöffel Fenchelsamen zerstoßen und mit heißem Wasser überbrühen. Das Gemisch 15 Minuten ziehen lassen und dann abgießen. Man sollte davon 1 Tasse nach dem Essen trinken.

9. Süßholzwurzel

Hier hilft der Wurzelextrakt bei einem Reizmagen und löst Krämpfe. Er schont dabei die Magenschleimhaut.

Lakritze hat den Hauptbestandteil Süßholzwurzel. Plagt der Magen mal mit Magenschmerzen, dann einfach etwas der Süßigkeit, Lakritze naschen.

10. Thymian

Das Thymiankraut ist gut gegen Erkältungen. Es besitzt eine desinfizierende Wirkung. Erkältungserreger werde werden bekämpft und abgetötet.

Weiterhin ist das Thymianöl gut für die Inhalation bei Schnupfen und Husten. Man kann es in eine Schüssel geben und mit heißes Wasser übergießen und die Dämpfe inhalieren. Doch können  auch 2 Tropfen auf ein Taschentuch gegeben werden und dann auch mehrmals inhalieren.

Als Thymianbad bei einer Erkältung ist es wohltuend.

Was ist bei der Anwendung von Heilpflanzen zu beachten ?

Bei der Anwendung von Heilpflanzen sollte aber auch einiges beachtet werden.

So können zum Beispiel einige Wirkstoffe bei der äußerlichen Anwendung eine empfindliche Haut reizen. So sollte man vor der Anwendung an einer kleinen Hautstelle das Mitteltesten.

Bei einerinnerlichen Anwendung muss man darauf achten, dass keine Überdosierung erfolgt. Auch sollten die Arzneipflanzen nicht durchgängig genommen werden. Es sollte nach 6 Wochen Einnahme eine Pause von zwei Wochen erfolgen.

Werden neben der Einnahme von Heilkräutern auch noch andere pflanzliche oder chemische Mittel eingenommen, sollte der Apotheker nach eventuellen Wechselwirkungen befragt werden.

Liegt eine Schwangerschaft vor oder wird gestillt, ist unbedingt eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich, ob diese Heilpflanzen eingenommen werden dürfen.

Zum Schluss noch einige exotische Naturmittel aus der Apotheke.

– Umckaloabo, ist ein Extrakt einer afrikanischen Geranienart. Anwendung bei Entzündungen im Hals und der Nasennebenhöhlen.

– Echinacea, es handelt sich um eine nordamerikanische Pflanze, die immunstimulierend wirken soll.

– Hamamelis, das ist ein Strauch, welcher auch Zaubernuss genannt wird. Die Stoffe  beruhigen entzündete und juckende Haut.

– Aloe vera, hier handelt es sich um eine kaktusähnliche Pflanze, die eine hautpflegende Wirkung hat.

– Ginkgo, es werden die Blätter des chinesischen Ginkgobaumes zur Herstellung von konzentrationsfördernde Mittel verwendet.

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