Elektrosmog nach wie vor ein Thema!

Einige Zeit war es um jene Strahlungen, die von Handys und Hochspannungsleitungen ausgehen, ruhig geworden, doch nun ist die Gefahr erneut durch die Programmzeitschrift „Funk Uhr“ thematisiert worden:

Denn dort (www.funkuhr.de) sind die Strahlen zur unsichtbaren Gefahr deklariert worden: „Elektromagnetische Strahlung kann zu gesundheitlichen Problemen führen“, bekräftigen die Funk Uhr-Autoren und gehen davon aus, dass der moderne Mensch nahezu rund um die Uhr mit der Strahlung von Handys und Mikrowellen konfrontiert wird.

Elektrische Geräte und deren Strahlung sind allgegenwärtig!

„Immer häufiger sind wir – gewollt oder ungewollt – dem Einfluss von künstlichen elektromagnetischen Feldern ausgesetzt“, sieht (http://www.bund.net/elektrosmog) auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, kurz BUND, Gefahren, die mit mobilen Internetanwendungen & Co. verknüpft sind.

Dabei sind sich die Experten, wie BUND und „Funk Uhr“ unisono klarstellen, bezüglich der tatsächlichen Risiken uneins. Fakt ist allerdings, dass Schnurlostelefone und Mirowelle, unseren Großeltern noch gänzlich unbekannt, heute Dauergast in jedem Haus sind. Ja, wir würden inmitten von elektromagnetischen Feldern leben, bekräftigt (http://www.zeit.de/2013/35/strahlung-elektromagnetische-felder) daher auch das Polit-Magazin „Zeit“, wo man den provokanten Titel „Verstrahlt“ für (s) einen Beitrag gewählt hat.

Wie hoch ist die tatsächliche Gefahr?

Hier geht es auch um „strahlungssensible Personen“, die sich selbst gerne mit Kanarienvögeln vergleichen, die früher im Bergbau als „Gasmelder“ eingesetzt wurden. Doch wie groß ist die reale Gefahr?

Tatsächlich beschäftigt sich auch das Bundesamt für Strahlenschutz mit dieser Thematik (http://www.bfs.de/de/elektro/nff/anwendung_vorkommen) und sieht uns heute von elektromagnetischen Feldern umgeben. Und das im Haushalt, aber auch beim Einkauf, wo selbst von den Warensicherungsanlagen niederfrequente Felder erzeugt werden.

Dennoch sieht das BfS kein Grund zur Panik. So seien bisher zum Beispiel keinerlei negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit den Magnetfeldern von Heizdecken bestätigt worden.

Selbst gegen das Aufstellen von Fernsehgeräten und Computern im Schlafzimmer sei aus Sicht des Strahlenschutzes nichts einzuwenden. Allerdings sollten die Geräte laut BfS während der Nachtruhe komplett abgeschaltet werden und keinesfalls im Standby-Modus bleiben. Eine gesundheitsvorsorgende Maßnahme, die natürlich zudem Energie spart!

Sind Kinder besonders gefährdet?

Auch Ökotest befasste sich schon einmal mit dieser Thematik und ging der Frage nach, ob Kinder womöglich gar durch ihr (Elektro)Spielzeug in Gefahr geraten.

Tatsächlich würden, Ökotest zu Folge, einige elektrisch betriebene oder funkende Spielgeräte erstaunlich starke elektro-magnetische Felder kreieren, wobei Trafos, aber auch Funkgeräte genannt werden.

Dennoch sieht (http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=10391&gartnr=91&bernr=01&seite=01) ÖKO-TEST-Berater Wolfgang Maes aufgrund der zeitlich begrenzten Spieldauer keine ausufernde Gefahr.

Freilich empfiehlt Baubiologe, bei Nichtgebrauch immer den Stecker zu ziehen, vor allem in der Nacht.

Kann Elektrosmog gar Krebs auslösen?

Kein Wunder also, dass bei vielen Menschen die Unsicherheit zwischenzeitlich groß ist. Zumal immer wieder radikale Gegner mit ihren Meldungen und Schreckensszenarien mobil machen. Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen hat daher eine Broschüre zum Thema zusammen gestellt (http://www.umwelt.nrw.de/umwelt/pdf/elektrosmog.pdf), in der die Quellen für Elektrosmog, aber auch deren Wirkung sowie gesundheitliche Gegenmaßnahmen diskutiert werden.

Dabei geht auch das Ministerium in NRW von einem Reizthema aus, das zudem wissenschaftlich schwierig zu erfassen ist. Denn „die Forschungsergebnisse sind uneinheitlich und widersprechen sich häufig!“

Diskutiert werde in der Tat, ob Elektrosmog beispielsweise Kopfschmerzen sowie Schlaf- und Konzentrationsstörungen auslösen oder gar Krebs begünstigen kann. Doch „wissenschaftliche Erklärungen, welche biologischen Wirkungsmechanismen hierbei zugrunde liegen können, gibt es bisher nicht.“

Auf jeden Fall gibt (http://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/elektrosmog.php) das Deutsche Krebsforschungszentrum fürs Erste Entwarnung: „Forscher gehen im Moment davon aus, dass ein Krebsrisiko durch elektromagnetische Felder nicht nachgewiesen ist!“

Dennoch bestätigt man auch hier, dass die Forschung derzeit noch nicht abgeschlossen und neue Erkenntnisse damit möglich sind. Das Thema bleibt also „heiß“ und wird uns auch weiterhin verfolgen!

Können uns elektromagnetische Wellen krank machen? Die Forscher und Wissenschaft zeigt sich hier ein wenig uneins, gibt aber fürs Erste vorsichtig Entwarnung!

 

Foto: Peter Hoffmann

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