Bürger genervt: Eindeutiges Votum gegen die Zeitumstellung!

„Den meisten geht sie auf den Wecker“, titelt (http://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/516461/zeitumstellung-2014-den-meisten-geht-sie-auf-den-wecker) die Neue Osnabrücker Zeitung und macht damit darauf aufmerksam, dass der ständige Wechsel von Sommer- auf Winterzeit nicht mehr sonderlich populär ist …

Eingeführt worden war diese Regelung, bei der die Uhr während der Sommermonate gegenüber der Normzeit um eine Stunde vorgedreht wird, im Jahre 1980. Seinerzeit unter großem Medienrummel und mit dem Ziel, Energie und damit wichtige Ressourcen zu sparen:

Die Sommerzeit ist nicht gänzlich neu!

Keine neue Erfindung, denn eine Sommerzeit gab es in Deutschland schon einmal während der Weltkriege.

Neu war im Jahr der Wiedereinführung die Problematik mit der DDR, denn natürlich musste die Sommerzeit auch an das „andere Deutschland“ – insbesondere im Hinblick auf Berlin – angepasst werden.

Eine Regelung, die alsbald (unter anderem von Heilpraktikern und Medizinern) kritisiert wurde:

Leidet unser Körper unter der Zeitumstellung?

„Biorhythmus aus dem Takt“, argwöhnt (http://www.n-tv.de/wissen/Biorhythmus-aus-dem-Takt-article258032.html) n-tv.de im Zusammenhang mit der Sommerzeit, und auch das „Naturheilkunde und Naturheilverfahren Fachportal“ sieht (http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/biorhythmus-leidet-unter-zeitumstellunng-9128.php) Konzentrationsschwächen, Müdigkeit und Kopfschmerzen als mögliche Folge.

Viele Menschen sehen sich zudem, durch die Zeitumstellung, um den Schlaf gebracht, was auf der Arbeit und im Straßenverkehr dann möglicherweise fatal ist. So geht der Auto Club Europa davon aus (http://www.ace-online.de/der-club/news/ace-schlafmangel-beeintraechtigt-fahrtauglichkeit.html?no_cache=1), dass die Unfallzahlen nach der Zeitumstellung steigen: „Für viele Menschen bedeutet die uhrzeitmäßig verordnete Sommerzeit einen gravierenden Eingriff in ihren Bio-Rhythmus. In Folge dessen kann auch die Fahrtauglichkeit beeinträchtigt werden“, argwöhnt man hier.

Zustimmung schwindet!

Und hofft, dass derartige Kritik endlich auch bei den zuständigen Politikern ankommt. Denn die Zustimmung zur Zeitumstellung scheint zunehmend zu schwinden:

So ergab eine Umfrage der DAK Gesundheit, dass nur noch 27 Prozent der Deutschen die Zeitumstellung für sinnvoll halten. Eine große Mehrheit (71 Prozent) sprach sich gegenüber der Krankenkasse dagegen für eine Abschaffung aus. Und möchten dennoch nicht zu so genannten Normzeit (= Winterzeit) zurückkehren.

Denn knapp 60 Prozent der Umstellungsgegner möchten die Sommerzeit als ganzjährige Zeit, erklärt die DAK Gesundheit. Ein Wunsch, von dem Wissenschaftler und Gesundheitsexperten eher weniger erbaut sind, da nach deren Einschätzung eine permanente Winterzeit für den Stoffwechsel ideal wäre.

Auf jeden Fall scheint die Bevölkerung von der ständigen Zeitverschiebung genervt. Denn vor allem Berufstätige haben, so die DAK-Umfrage, nach der Zeitumstellung unter gesundheitlichen Problemen zu leiden.

Selbst jüngere Menschen zwischen 18- und 29 Jahren gaben an, danach müde und schlapp gewesen zu sein, und „insgesamt fühlte sich jeder zehnte Befragte sogar depressiv!“

Den Herbst genießen:

Unabhängig von der Zeitumstellung rät DAK-Ärztin Elisabeth Thomas dazu, möglichst viele Sonnenstrahlen im Herbst und Winter zu nutzen: „Gehen Sie oft nach draußen, beispielsweise in der Mittagspause oder am Wochenende. So wird auch die dunkle Jahreszeit etwas heller!“

Zudem kann die Bewegung an der frischen Luft das Immunsystem ankurbeln und damit Erkältungen vorbeugen!

Nun, mit Beginn der Winterzeit, werden manche Menschen geradezu schwermütig …

… doch auch der Herbst und der Winter haben ihre schönen Seiten!

 

Fotos: Peter Hoffmann

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