Category: Auto & Verkehr

Den winterlichen Straßenverhältnissen trotzen!?

Den winterlichen Straßenverhältnissen trotzen!?

Nun ist der Winter unweigerlich da. Auch im Flachland und jenen Teilen der Republik, in denen von Frau Holle mit der weißen Pracht ansonsten eher gegeizt wird …

Mit teils dramatischen Folgen für den Straßenverkehr, wie uns ein Blick in Zeitungen und Fernsehsendungen belehrt hat:

Alle Jahre dasselbe Bild!

Denn kaum dass die Temperaturen sinken und der erste Schnee fällt, „enttarnen“ die rutschigen Straßen jene, die nach wie vor auf Sommerreifen unterwegs sind.

Mit unschönen Folgen, da so – auf falschen und / oder schlechten Reifen -, bereits die kleinste Anhöhe zu einem Problem wird: „Zeigen Sie Profil“, mahnt daher das Polizeipräsidium Oberbayern Nord und weiß, dass gerade hier die Unfallzahlen während der Wintermonate meist deutlich ansteigen.

Doch auch in anderen Teilen Deutschlands häuften sich kurz nach Weihnachten die Probleme, wurden die Urlauber von Eis und Schnee ausgebremst, was laut Bild-Zeitung auch mit den teils orkanartigen Windböen zutun hatte.

Schneeverwehungen und querstehende Lastwagen ein Problem!

Dazu kamen auch heuer wieder jene, die an Steigungen stecken blieben und Lkw, die sich schlichtweg quergestellt hatten.

Womit wir, noch einmal, bei der unzureichenden Bereifung vieler Fahrzeuge angelangt sind. Die Polizei Bayern weist daher darauf hin, dass Winterreifen bei Schnee und Frost nicht nur für mehr Sicherheit stehen, sondern zudem vor Ärger mit dem Gesetz schützen: „Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen kontrolliert wird, muss mit Fahrtuntersagung und einem erheblichem Bußgeld rechnen!“

Dabei bedeutet ein „Mehr“ an Profil auch mehr Sicherheit, so dass die gesetzlich vorgeschriebenen 1,6 Millimeter als absolutes Minimum gelten; wünschenswert sei dagegen, so die Ordnungshüter, wenn sämtliche Fahrzeuge mit mindestens vier Millimetern Profiltiefe und Winter- oder Allwetterreifen mit Schneesymbol bereift wären.

Leider nach wie vor ein Wunschtraum, da zu viele Wagenlenker allzu nachlässig agieren:

Wie fit sind Sie und Ihr Auto?

Auch beim ADAC fragt man sich daher, wie fit die Fahrzeuge für Eis, Kälte und Schnee sind. Denn auch sehen und gesehen werden kann nun über Tod und Leben entscheiden!

Die gelben Engel empfehlen daher gerade jetzt einen Rundgang ums Auto, bei dem sämtliche Leuchten auf ihre Funktion hin überprüft werden: „Die Scheinwerfer-Einstellung sollte man in Fachbetrieben oder beim ADAC kontrollieren lassen!“

Und natürlich müssen die Scheinwerfer auch regelmäßig von Schmutz, ihrer Salzkruste und Schnee befreit werden.

Dennoch sind es nicht allein die Lampen, die nun für klare und gute Sicht sorgen. Denn auch die Wischerblätter tragen zur guten Wahrnehmung des Fahrers bei und sollten spätestens dann, wenn sie zu schmieren beginnen, ausgetauscht werden: „Füllen Sie zudem die Wasserbehälter für die Scheibenwaschanlage nach und machen Sie diese frostsicher“, gibt die Polizei Bayern weitere wertvolle Tipps für die winterliche Fahrt.

Wer dann noch ausreichend Zeit einplant (Hektik wird gerade bei winterlichen Straßenverhältnissen rasch zu einem Problem!) und genügend Abstand zum Vordermann einhält, sollte auch bei Frost und Glätte sicher ans Ziel kommen.

Dennoch funktioniert gerade im Winter der Straßenverkehr nur mit einer gegenseitigen Rücksichtnahme, was jeder, dem vom Dach des vorausfahrenden Lkw ganze Eisschollen auf die Scheibe „regnen“, schon einmal schmerzlich erlebt hat.

Die bayerischen Vollzugsbeamten weisen daher nachdrücklich darauf hin, dass im Winter vor jedem Fahrtantritt Schnee und Eis von den Fahrzeugdächern geräumt werden muss. Und das unabhängig davon, ob wir einen Lieferwagen oder nur einen Pkw haben: Denn „plötzlich herabfallender Schnee oder Eisplatten gefährden nachfolgende Verkehrsteilnehmer!“

Im winterlichen Straßenverkehr hängt viel von der Fahrzeugbereifung und der gegenseitigen Rücksichtnahme ab!

Winterwetter Wetterchaos

Foto: Peter Hoffmann

Damit Schmutz und Frost für unser Auto nicht zu einem Problem werden!?

Vermutlich gibt es kaum eine Freizeitbeschäftigung, bei der die Rollen derart klar verteilt sind. Denn nach wie vor sehen wir in unseren Straßen und Hinterhöfen vor allem männliche Individuen, ihre Autos mit Hingabe polieren und pflegen …

Für viele ein festes Ritual, das mindestens jeden zweiten Samstag im Monat zelebriert wird.

Männer mögen und polieren ihr Spielzeug:

Kein Wunder also, dass selbst Magazine für Männergesundheit wie „Men`s Health“ die perfekte Autopflege schon thematisiert (http://www.menshealth.de/tech/motor/autopflege.306556.htm) haben.

Denn das Polieren am eigenen Wagen kann sogar entspannen, glaubt (http://www.tz.de/auto/ratgeber/autopflege-entspannt-stresstest-probanden-zr-4004067.html) tz.de und verweist dabei auf einen Stress-Test, den eine Hormon-Expertin im Auftrag eines Autopflegemittelherstellers durchgeführt hat. Mit dem Ergebnis, dass zumindest Männer und Jungs beim Polieren mit Entspannung und Wohlbefinden reagieren.

Auch der Wagen wird es uns danken!

Dass sich der Lack unseres Wagens, gerade jetzt im Herbst und Winter, ein Quäntchen Extrazuwendung verdient hat, bestätigt auch der ADAC, der vor allem in aggressiven Verunreinigungen, wie Vogelkot und Baumharzen, ein Problem (http://www.adac.de/infotestrat/reparatur-pflege-und-wartung/pflege/fruehjahrskur_fuers_auto/default.aspx?ComponentId=25872&SourcePageId=49423) sieht.

Auch Streusplitt, der mit hoher Geschwindigkeit gegen das Fahrzeug geschleudert wird, kann nach Auskunft der „gelben Engel“ den Decklack schädigen und schlimmstenfalls bis auf das Blech durchschlagen.

Schützen Sie die Außenhülle Ihres Autos!

Dabei stellt der Lack quasi die „Haut“ unseres Wagens dar und soll das Blech bei Wind und Wetter vor Umwelteinflüssen und Korrosion bewahren.

Doch „momentan genügen schon kurze Fahrten über feucht-schmutzige und gestreute Straßen, damit die Karosserie blickdicht unter einer dichten Salz- und Schmutzschicht verschwindet“, argwöhnt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe und sieht darin nicht nur ein optisches Problem.

Was unschön aussieht, kann nämlich auch dem Lack zusetzen. „Die Kruste muss runter“, fordern daher hier (http://www.kfzgewerbe.de/presse/aktuelle-meldungen/pressemeldungen/archiv/autolack-braucht-pflege-auch-im-winter.html) die Experten und raten allen Vielfahrern, ihr Auto nun mindestens wöchentlich zu pflegen.

Dabei sollte, so die Experten des Kfz-Gewerbes, der grobe Schmutz zunächst mit dem Dampfstrahler entfernt werden: „Dabei auch an Radkästen und Felgen denken, denn hier fängt sich der meiste Schmutz!“

Nach der Hauptwäsche in der Waschsstaße, die auch Gelegenheitsfahrer nun mindestens einmal monatlich besuchen, empfiehlt es sich, die Gummidichtungen der Türen und des Kofferraums auf mögliche Risse und poröse Stellen zu untersuchen. Die „freuen“ sich gerade jetzt über Silikonspray, damit sie später nicht zufrieren.

Zum Abschluss bekommt die gewaschene und getrocknete Lackierung dann eine Pflegekur mit einem Konservierungsmittel, rät das Kfz-Gewerbe zu einer schützenden und wasserabweisenden Wachsschicht. Außerdem sollte mindestens zweimal im Jahr Hartwachs als zusätzlicher Schutzfaktor aufgetragen bzw. aufgesprüht werden.

Schäden in der Lackschicht könn(t)en ggf. selbst, am besten jedoch durch einen Fachbetrieb übrlackiert werden. Denn ein Original-Autolack besteht stets aus mehreren Schichten, die von einer Grundierung bis hin zum Decklack reichen.

Lackstifte und Eigeninitiative können daher bei Schadstellen zwar Abhilfe schaffen, jedoch niemals mit einer professionellen (Nach)Lackierung konkurrieren!

Die Wetterkapriolen und das Streusalz setzen nun unserem Wagenlack und den Felgen zu!

Fotos: Peter Hoffmann